Saubere MacPorts

Nach Jahren der Updaterei und neues Mac OS X Betriebssystem hinüber bügeln, tut es einfach mal gut, alle Programme via MacPorts mal zu deinstallieren und wieder neu zu installieren. Dabei werden automatisch alle Versions-Leichen welche nicht mehr benötigt werden und Bibliotheken die einst mal mit installiert wurden weil ich Programm XY mal kurz ausprobiert habe mit gelöscht.
Anbei eine Liste von Programme, die ich standartmässig auf einem Mac installiere:

sudo port -v -fp uninstall installed && sudo port -v install erlang gnupg irssi mc minicom mtr nmap rtmpdump simh tcpdump tcpflow tmux w3m wget

Danach klappt’s auch wieder mit den Verlinkungen sauber.

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Programme unter Mac OS X deinstallieren

Einem Thema, welchen ich mich bisher verweigert habe, ist das Deinstallieren von Programmen unter Mac OS X. Es ist ja ganz praktisch, dass die meisten Programme dank ihres Application-Framework keine Routinen für das Installieren und wieder Deinstallieren benötigen. Es bleiben aber dennoch ja nach Programm in folgen Verzeichnen programmspezifische Daten zurück.

– Voreinstellungen in ~/Library/Preferences/
– Hilfsdaten und Cache in ~/Library/Application Support/
– gespeicherte Programme in ~/Library/Saved Application State/

Meistens habe ich diese Dateien von Hand aus den Verzeichnen heraus gefummelt. Aber vor einigen Tagen habe ich mal diverse Deinstallations-Programme ausprobiert, die es einem ermöglichen per ‚Drag & Drop‘ ein Programm auf dieses zu ziehen und die Meta-Daten gleich automatisch mit löschen. Unter diesen Lösungen gibt es allerdings auch Potenzial, mit der sich das ein wenig weiter automatisieren lässt. AppTrap ist eine kleine Erweiterung für die Systemsteuerung, die einen kleinen Hintergrundprozess startet und schaut, ob der Benutzer ein Programm aus den Applikationenordner löscht, und löscht damit auch alle anderen Programmspezifischen Daten. Man sollte vielleicht aber die Abfrage eingeschaltet lassen, da dieser Mechanismus auch greift, wenn die Programme sich selbst aktualisieren und man so Gefahr läuft, dass die Daten auch dann weg sind, wenn man es nicht möchte.

Ein anderes Thema sind aber Programme oder Betribessystemkomponenten, die eine Installationsroutine mitbringen. Sie befinden sich in einem .pkg oder .dpkg Paket. Hier reicht nicht das einfache verschieben des Programm-Icon in den Papierkorb – wenn es überhaupt eines gibt. Sondern man will unter Umständen wieder Teile aus dem systemweiten Ordnern /Library und /System entfernen. Seit Ewigkeiten gibt es mit dem Paketmanager OSXPM ein Tool, welches diese Funktion auch beherrscht. Problem ist aber, dass das Programm bei neueren Mac OS X Versionen als Snow Leopard (10.6.x) nicht mehr lauffähig ist, da es für die PowerPC-Architektur geschrieben wurde und die neuen Betriebssystemversionen keinen PowerPC-Code mehr ausführen können.
Abhilfe hierbei schafft hierfür endlich nach langer Zeit das Programm UninstallPKG welches vom corecode-Entwicklerteam für ca 7 € angeboten wird. Es listet ausschliesslich alle Programme und Komponenten auf, die mit einer Installationsroutine auf dem System installiert wurden und man kann diese – beziehungsweise dessen verwaisten Einträge – wieder löschen. Hintergrund ist: Das das Mac OS X einen eigenen ProperyList-Eintrag für jede Komponente führt, der so wieder heraus genommen werden kann.

Die Wolke in der eigenen Hand

Seit der iTunes-Version 11.2 und iOS 7.0.3 hat nun Apple das vollzogen, wovon ich nie gedacht hätte, dass es passieren würde. Man kann die Kalender- und Kontaktdaten nun nicht mehr lokal über WiFi oder USB zwischen Computer und iPhone/iPad synchronisieren. Stattdessen braucht man dazu seine Apple-ID um das über die iCloud abzugleichen. Aber die iCloud kommt für mich nicht in Frage, da die Daten nichts auf fremden Servern zu suchen haben, die zu allen Überfluss auch noch im Ausland stehen. Ich weis schliesslich nicht, ob sie dort auch verschlüsselt abgelegt werden und muss eventuell davon ausgehen, dass irgendwelche staatlichen Behörden auf diese Server zugriff haben. Deswegen habe ich nun beschlossen, einen meiner Raspberry Pi’s dazu zu nutzen und auf ihn ownClod installieren, der sicher in meiner eigenen Wohnung steht. Mit ihm werde ich meine Kalender- und Kontaktdaten über mein lokales Netz austauschen, währenddessen die Bilder-, Audio- und Applikationen sowieso ich über USB synchronisiere.

Raspberry Pi zur Verwendung für die ownCloud

Raspberry Pi zur Verwendung für die ownCloud

Anbei ein kleiner Workaround zur Installation von ownCloud.

Ich entscheide mich hierbei für den Webserver nginx, der wohl etwas Ressourcen schonender als der Apache-Webserver ist und flüssiger läuft.

Auf dem Server werden also folgende Komponenten zur ownCloud mit installiert:

  • nginx Webserver
  • PHP5
  • SQLite (Datenbank auf Dateibasis)
  • sowie diverse Pakete zum Performancegewinn

Nachdem man sich via http://www.raspbian.org/RaspbianInstaller mit den Raspbian-Installer ein Debian Weezy Grundsystem installiert hat, installiert man sich mit raspi-config ein sehr praktisches Konfigurationswerkzeug, um auf dem System ein paar grundlegende Einstellungen für das Gerät vorzunehmen.

sudo apt-get install raspi-config

sudo raspi-config

  1. change_locale zu „en_US.UTF-8“ für das komplette System (Ansonsten meckert ownCloud, dass es zu Fehlern bei Dateinamen mit Sonderzeichen kommen kann)
  2. memory_split auf „16“ MB einstellen. Dies ist die kleinst mögliche Einstellung. Die GPU bekommt somit 16MB.
  3. overclock auf „Medium“ 4. „Finish“ und danach die Frage nach dem Reboot mit „Yes“ beantworten.

Paketlisten aktualisieren

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Benutzer erstellen

sudo groupadd www-data
sudo usermod -a -G www-data www-data

Installation der Pakete

sudo apt-get install nginx openssl ssl-cert php5-cli php5-sqlite php5-gd php5-curl php5-common php5-cgi sqlite php-pear php-apc curl libapr1 libtool curl libcurl4-openssl-dev php-xml-parser php5 php5-dev php5-gd php5-fpm memcached php5-memcache varnish

SSL Zertifikat erstellen (gültig für 1 Jahr)

sudo openssl req $@ -new -x509 -days 365 -nodes -out /etc/nginx/cert.pem -keyout /etc/nginx/cert.key
sudo chmod 600 /etc/nginx/cert.pem
sudo chmod 600 /etc/nginx/cert.key

nginx Webserver konfigurieren

sudo nano /etc/nginx/sites-available/default

Hier löscht man den kompletten Inhalt und fügt stattdessen den unten stehenden ein.
Darauf achten, dass man die IP-Adresse „192.168.XXX.XXX“ mit der des Raspberry Pi ersetzt.

server {
listen 80;
server_name 192.168.XXX.XXX;
rewrite ^ https://$server_name$request_uri? permanent; # enforce https
}

server {
listen 443 ssl;
server_name 192.168.XXX.XXX;
ssl_certificate /etc/nginx/cert.pem;
ssl_certificate_key /etc/nginx/cert.key;
root /var/www;
index index.php;
client_max_body_size 1000M; # set maximum upload size
fastcgi_buffers 64 4K;

location ~ ^/owncloud/(data|config|\.ht|db_structure\.xml|README) {
deny all;
}

location / {
try_files $uri $uri/ index.php;
}

location @webdav {
fastcgi_split_path_info ^(.+\.php)(/.*)$;
fastcgi_pass 127.0.0.1:9000;
fastcgi_param SCRIPT_FILENAME $document_root$fastcgi_script_name;
fastcgi_param HTTPS on;
include fastcgi_params;
}

location ~ ^(?<script_name>.+?\.php)(?<path_info>/.*)?$ {
try_files $script_name = 404;
include fastcgi_params;
fastcgi_param PATH_INFO $path_info;
fastcgi_param HTTPS on;
fastcgi_pass 127.0.0.1:9000;
}
}

Danach in folgender Datei die Werte „upload_max_filesize“ sowie „post_max_size“ auf 1000M setzen.

sudo nano /etc/php5/fpm/php.ini

upload_max_filesize = 1000M
post_max_size = 1000M

Am Ende der Datei noch folgendes einfügen:

upload_tmp_dir = /srv/http/owncloud/data

Als nächstes muss folgender Ordner mit den dazugehörigen Rechten erstellt werden

sudo mkdir -p /srv/http/owncloud/data
sudo chown www-data:www-data /srv/http/owncloud/data

PHP konfigurieren

sudo nano /etc/php5/fpm/pool.d/www.conf

Hier ändert man folgende Zeile von:

listen = /var/run/php5-fpm.sock

zu

listen = 127.0.0.1:9000

Webserver und PHP neustarten

sudo /etc/init.d/php5-fpm restart
sudo /etc/init.d/nginx restart

ownCloud installieren
Als letztes wird ownCloud installiert. Folgende Befehle müssen abgearbeitet werden.

wget http://download.opensuse.org/repositories/isv:ownCloud:community/Debian_7.0/Release.key
apt-key add - < Release.key echo 'deb http://download.opensuse.org/repositories/isv:ownCloud:community/Debian_7.0/ /' >> /etc/apt/sources.list.d/owncloud.list
apt-get update
apt-get install owncloud

Nun lässt sich der Server im lokalen Netz aufrufen. In meinem Fall ist das https://192.168.1.104/owncloud. Als letztes muss nur noch ein Administratorkennwort und ein Benutzername festgelegt werden. Somit ist die Installation vollends abgeschlossen.

Der schnellste Weg, Adressbücher und Kalender in die eigene Wolke zu laden, führt über die Webanwendung von Owncloud, die Dateien im VCF- und ICS-Format importieren kann.

Bei Adressbüchern (.vcf) klappte der Import im Versuch allerdings nicht immer reibungslos. Bei einem Adressbuch, in dessen Feldern Doppelpunkte vorkamen, brach der Import leider ab. Im Zweifel muss man vor dem Import noch an den Daten feilen. Auch Gruppen ließen sich nicht importieren, da ownCloud sie als regulären Adressbuch-Eintrag interpretierte. Ein Fehler, der hoffentlich bald behoben wird.

Weiterführender Link

QBASIC Primzahlgenerator

Programmiersprache BASIC auseinander gesetzt. Um genau zu sein, mit der Microsoft-Implementation QBASIC, die mit den DOS-Versionen 5 und 6.x kostenlos ausgeliefert wurde. Irgendwann bekam ich auch ein seinerzeit schon ein völlig veraltetes Lehrbuch zu QBASIC in die Hände, welchem eine Diskette mit Beispielprogrammen im Sourcecode beilagen. Eines davon war ein Generator für Primzahlen. Irgendwann hatte mir ein Bekannter geholfen, diesen Generator so auszubauen, dass er etwas flexibler mit den Start- und Endwerten war. Ein Riesen Nachteil von QBASIC zu dem etwas grösseren und kostenpflichtigen Quickbasic war, dass es keinen Compiler besass um aus dem Code einen direkten für die DOS-Shell ausführbaren Maschienencode zu erzeugen. Das erstellte Programm kann nur im BASIC-Interpreter selbst ausgeführt werden. Und so habe ich QBASIC und den Primzahlgenerator über die Zeit bis heute auf allen meinen Computerplattformen mit dem DOS-Emulator DOSBox mitgeschleift.

Neulich kam ich aber dann doch mal auf die Idee, dass man den Generator mit einer populäreren Sprache auf eine aktuelle Plattform implementiert. Der Hauptbewegpunkt dabei ist, dass der Generator so direkt die Rechenleistung des Computer nutzen kann und nicht noch eine Emulationsebene zwischen Programm und Hardware die ganze Geschichte ausbremst. Kurzum: so arbeitet er viel schneller.
Interessant war aber dann doch die Möglichkeit, welche Compiler und IDE’s es so gibt, die mit dem Q(uick)BASIC-Dialekt noch zurechtkommen und so ein Kompilat für ein aktuelles Mac OS, Linux oder Windows erstellen können. Hier bin ich mit QB64 fündig geworden. Es läuft auf allen diesen Plattformen, zuzüglich der Android-Plattform für Mobilgeräten.

Aber vielleicht werde ich mich dennoch mal hinsetzen und den Generator in einer aktuellen und populäreren Sprach wie zum Beispiel C, Erlang oder Python neu implementieren. Wobei letzteres nicht so toll performen wird, da Python eine Interpretersprache ist. Obwohl ich mir sicher bin, dass es da bereits Lösungen gibt.

Anbei hier der Sourcecode des Generator in QBASIC

Verschlüsselten USB-Stick mit Mac OS X erstellen

Da ein USB-Stick gerne mal verloren geht oder auch längere Zeit z.B. am Arbeitsplatz für jeden erreichbar liegt und entwendet werden kann (z.B. Mittagspause, Meetings), ist es nur von Vorteil wenn der USB-Stick verschlüsselt ist und somit nicht für andere einsehbar ist.

Hier gibt einem Apple seit Mac OS in der Version 10.7 Lion mit Core Storage eine nützliche Funktion in die Hand, verschlüsselte Partitionen auch auf externen Datenträgern zu erstellen, um sich vor ungewollter Einsicht in seine Daten zu schützen.

Korrektes Medium ermitteln

Im ersten Schritt muss das korrekte Medium ermittelt werden. Hier im Beispiel verwende ich meinen USB-Stick mit 64 MiB Kapazität, der unter /dev/disk2 angesprochen werden kann.

Shell_1

CoreStorage logical volume group erstellen

Nun muss eine CoreStorage logical volume group erstellt werden.

Shell_2

Die Core Storage LVG UUID sollte notiert werden, da diese für den nächsten Schritt in dem eine CoreStorage logical volume erstellt wird benötigt wird.

CoreStorage logical volume erstellen

In der CoreStorage logical volume group wird nun ein CoreStorage logical volume erstellt. Als UUID wird die vom vorherigen Befehl ausgegebene EA1AFCC1-D33A-4948-B210-8A765E0BE902 angegeben. Der Parameter jhfs+ steht für HFS+ mit Journaling, danach folgt der Name des Volumes und die Grösse (hier 100%). Der letzte Parameter -passphrase sorgt dafür, dass ein verschlüsseltes Volume angelegt wird. Das Passwort wird beim erstellen des Volumes eingegeben und wird immer abgefragt, wenn das Volume gemountet wird.

Shell_3

Einstellungen prüfen

Shell_4

Wie an Has Encrypted Extents: YES zu erkennen ist, wurde erfolgreich ein verschlüsseltes Volume angelegt. Wurde der Parameter -passphrase beim Anlegen der CoreStorage logical volume vergessen, so steht hier no.
Und wie ich schon zu Anfang erwähnte, habe ich für den Versuch einen uralten USB-Stick mit 64 Megabyte verwendet. Das Kuriose dabei ist, dass das GUI- „Festplattendienstprogramm“ (engl.: Disk Utility) unter Mac OS X Lion prinzipiell beim Versuch ein Logical Volume zu erstellen immer abstürzte. Deswegen habe ich das ganze Prozedere auf dem Terminal mit dem Befehl diskutil durchgeführt. Man muss ausserdem dazu sagen, dass je geringer die Speicherkapazität des Medium ist, umso weniger für die restlich verfügbare Kapazität bleibt. Im Fall meines USB-Stick bleiben von den 64 nur noch 28 Megabyte an nutzbaren Speicher übrig. Der Rest geht für die Metadaten drauf. Das macht mir aber in diesem Fall nichts aus, da ich diesen Stick als ein weiteres Backup-Medium für die KeyChain der Schlüsselbundsoftware von Mac OS und für weitere asymmetrische Schlüsselpaare der SSH und OpenVPN nutze. Das macht bei mir nur ein bis zwei Megabyte aus.

Bei Mac OS X Montain Lion hat zwar Apple die Stabilität vom Festplattendienstprogramm verbessert, aber der kleine USB-Stick lässt sich sowohl unter diesen als auch mit dem diskutil-Terminalbefehl nicht mehr zu einem logical Volume verwandeln. Hier moniert das Programm, dass das Medium dafür über zu wenig Speicher verfüge. Einen Sinneswandel, den ich technisch überhaupt nicht verstehen kann.

ZEVO ZFS Community Edition für Macintosh

Nach ewigen Hin und Her gibt es nun den Treiber für ZFS in einer kostenlos downloadbaren Community Edition. Der Nachteil von dieser gegenüber der vorherigen Kaufversion ist allerdings, dass man über das GUI-Frontend in den Systemeinstellungen keine Volumes erstellen kann, sondern nur den Intigritäts-Check durchführen kann.
Also werde ich hier mal einen kurzen Workaround aufstellen, wie man sich unter der Konsole ZFS-volumes erstellt und verwaltet.

Mit dem Befehl ls -l /dev/disk* lässt man sich erstmal alle verfügbaren Datenträger anzeigen.


sommteck:~ franky$ ls -l /dev/disk*
598 0 brw-r----- 1 root operator 1, 0 27 Jul 21:26 /dev/disk0
600 0 brw-r----- 1 root operator 1, 1 27 Jul 21:26 /dev/disk0s1
602 0 brw-r----- 1 root operator 1, 2 27 Jul 21:26 /dev/disk0s2
604 0 brw-r----- 1 root operator 1, 3 27 Jul 21:26 /dev/disk0s3
606 0 brw-r----- 1 root operator 1, 4 27 Jul 21:26 /dev/disk1
835 0 brw-r----- 1 root operator 1, 5 19 Aug 10:42 /dev/disk2
839 0 brw-r----- 1 root operator 1, 6 19 Aug 10:42 /dev/disk2s1

Für eine detaillierte Auflistung aller Datenträger benutz man die Funktion list des Kommandozeilenprogramm diskutil.


sommteck:~ franky$ diskutil list
/dev/disk0
#: TYPE NAME SIZE IDENTIFIER
0: GUID_partition_scheme *320.1 GB disk0
1: EFI 209.7 MB disk0s1
2: Apple_CoreStorage 319.2 GB disk0s2
3: Apple_Boot Recovery HD 650.0 MB disk0s3
/dev/disk1
#: TYPE NAME SIZE IDENTIFIER
0: Apple_HFS Simba *318.9 GB disk1
/dev/disk2
#: TYPE NAME SIZE IDENTIFIER
0: FDisk_partition_scheme *2.1 GB disk2
1: Windows_NTFS Ohne Titel 2.1 GB disk2s1

In der Ausgabe sieht man drei Datenträger.
/dev/disk0 ist der Erste und gleichzeitig die Festplatte des Computer auf der ich das hier veranstalte. Auf ihm liegt die Partitionstabelle, die EFI-Firmware des Computer selbst, die Partition mit dem Computerbetriebssystem und allerlei Daten, und eine spezielle Recovery-Partition für das Mac OS.
/dev/disk1 wird als ein weiteres Laufwerk angezeigt, ist aber in Wirklichkeit die Computerfestplatte und deshalb noch einmal aufgelistet, da es sich um ein LogicalVolume von Apple’s CoreStorage handelt, welches verschlüsselt ist.
/dev/disk2 ist schlussendlich der 2 Gigabyte große USB-Stick den ich für das ZFS verwenden möchte. Er beherbergt erst einmal ein Windows-Dateisystem.

Da die bisherige Community-Edition bisher keine bootfahigen ZFS-Volumes erstellen kann, zeigt der Befehl zpool showdisks nur die Laufwerksgeräte an, die für den Treiber in Frage kommen und man sollte nicht in der Lage sein, seine Systempartition zu zerschiessen. Also wird nur der USB-Stick angezeigt, der in Frage kommt und den ich verwenden will.


sommteck:~ franky$ zpool showdisks

DISK DEVICE SIZE CONNECTION DESCRIPTION
/dev/disk2 1,91GiB USB SanDisk U3 Titanium Media

Jetzt ans Eingemachte! Mit zpool create wird ein ZFS-Volume mit einer Disk erstellt.


sommteck:~ franky$ sudo zpool create -f ZFS-Disk /dev/disk2

Da jetzt nun ein Laufwerk mit ZFS vorhanden ist, wird der Befehl zpool list eine Ausgabe geben.


sommteck:~ franky$ zpool list
NAME SIZE ALLOC FREE CAP HEALTH ALTROOT
ZFS-Disk 1,78Gi 672Ki 1,78Gi 0% ONLINE -

Mit zpool status und dem Namen des gewünschten Pool lassen sich die Informationen vertiefen.


sommteck:~ franky$ zpool status ZFS-Disk
pool: ZFS-Disk
state: ONLINE
scan: none requested
config:

NAME STATE READ WRITE CKSUM
ZFS-Disk ONLINE 0 0 0
GPTE_20835C0B-2B01-4E41-B117-3E88498CD134 ONLINE 0 0 0 at disk2s1

errors: No known data errors

Disclaimer:
Für meine Übungsbeispiele habe ich bewusst USB-Sticks genommen, weil sie einfach, leicht und handlicher als Festplatten sind. Allerdings performen sie so überhaupt nicht. Das Kopieren einer ca 700 MB grossen Filmdatei dauert mit ZFS auf ihnen ein vielfaches an Zeit, als wenn auf einem Stick ein FAT oder HFS+ betrieben wird. Beim Versuch, ZFS auf eine 250 Gigabyte grosse externe Platte zu bringen, wurden die Daten tatsächlich mit der Geschwindigkeit geschrieben, die auch der Bus zu leisten vermag. In dem Fall eine IDE-Platte.

USBIP auf einem Raspberry Pi starten

Innerhalb meiner Peergroup hatte die Tage jemand versucht, mit Hilfe der Linux-Software USBIP Geräte, welche an einem USB-Port hängen, auch für ein Netzwerk nutzbar zu machen. Im Gegensatz zu einem normalen Debian-Kernel für Standart-PC’s, sind die entsprechenden USBIP-Module aber für die ARM-Architektur im Kernel nicht enthalten. Und irgendwie scheint es prinzipiell wohl Probleme zu geben, die Treiber für den Kernel zu bauen. Dies trifft also nicht nur auf den Raspberry Pi, sondern auch so netter Embeded-Hardware wie der Dockstar. Nach ein bischen stöbern über die allseits bekannten Suchmaschienen bin ich aber hier auf eine – für’s erste funktionierende Lösung gestossen. Sie ist auf ein Debian Wheezy abgestimmt.

Als erstes sollte man sich vergewissern, dass man für sein Raspberry Pi sowohl den aktuellsten Kernel, als auch die neuen Firmware-Treiber und Module geladen hat. Dann wie folgt:

sudo apt-get install git
git clone git://github.com/raspberrypi/linux.git kernel
cd kernel
wget https://raw.github.com/raspberrypi/firmware/master/extra/Module.symvers
zcat /proc/config.gz > .config

Als nächstes öffnet man mit einem Editor die .config und fügt am Ende folgendes hinzu:

CONFIG_USBIP_CORE=m
CONFIG_USBIP_VHCI_HCD=m
CONFIG_USBIP_HOST=m
CONFIG_USBIP_DEBUG=n

Danach auf der Kommandozeile folgende Befehle absetzen:

make oldconfig
make LOCALVERSION=+ modules_prepare
make SUBDIRS=drivers/staging/usbip
sudo make SUBDIRS=drivers/staging/usbip modules_install
sudo depmod -a

Jetzt USBIP installieren:

sudo apt-get install usbip

Nun den Host-Treiber laden (um USB-Geräte teilen zu können)

sudo modprobe usbip-host

Zum Geräte auflisten:

sudo usbip list -l

Man sollte sich die Bus-ID merken, damit man das Gerät dann zum Teilen frei geben kann:

sudo usbip bind --busid 'BUSID'

Als Antwort kommt dann:

bind device on busid 'BUSID': complete

Für den Client wird dann folgendes ausgelöst:

sudo modprobe vhci-hcd
usbip list --remote 'pi ip'
sudo usbip attach --host 'pi ip' --busid 'BUSID'
lsusb